Ratgeber

Gummiboden von der Rolle richtig verkleben

Fitnessboden von der Rolle sind ein guter Schutz für den Untergrund in vielen Szenarien. Eingesetzt in Cross-Gyms, Fitnessstudios, Home-Gyms und andernorts kommt es vor allem auf eine Sache an: die richtige Verlegung. Eine gründliche und sorgsame Arbeitsweise ist dabei ebenso entscheidend, wie die richtige Vorgehensweise. Die nötigen Schritte werden hier im Detail erklärt.

 


Gummiboden von der Rolle: die Arbeitsschritte


Die Vorbereitung des Untergrundes

Grundlegend ist die Wahl des richtigen Untergrundes für die Verlegung von Gummimatten von der Rolle entscheidend. Beispielsweise eignen sich Beton und Estrich sehr gut, während Holzböden langfristige Schäden durch die Verklebung nehmen.

Der Boden ist vor der Installation gründlich zu reinigen, um eine ideale Haftung zu gewährleisten. Dazu wird zunächst gekehrt und anschließend eine feuchte Reinigung durchgeführt. Sämtliche Schmutzpartikel müssen aufgenommen werden.

Vorhandene Unebenheiten lassen sich mittels geeigneter Spachtelmasse gemäß der Herstellerangaben beseitigen. Dies ist wichtig, um einen gleichmäßigen und langlebigen Sportboden / Fitnessboden zu erhalten. Anschließend erfolgt eine weitere Reinigung.

Die Grundierung des Untergrundes steigert die Haftleistung verwendeter Kleber und ist in vielen Fällen empfehlenswert.

Vorbereiten des Gummibodens

Matten von der Rolle aus SBR-Gummi und EPDM weisen in der Regel eine temperaturabhängige Maßtoleranz auf. Darüber hinaus neigt der Bodenbelag anfänglich zum Aufrollen. Er wird ausgerollt für ein bis zwei Tage am Einsatzort gelagert. Er passt sich während dieser Zeit an die Umgebungstemperatur an. Die aufrollende Unterseite wird dabei nach unten gelegt, im besten Fall werden die Enden und Ecken der Bahnen leicht beschwert, um ein selbstständiges Aufrollen zu vermeiden. Eine gleichbleibende Temperatur während der anfänglichen Lagerung und späteren Verlegung ist für eine saubere Verlegung wichtig.

 


Vorbemerkungen zur Verlegung der Bahnenware

Im besten Fall wird bei üblichen Raumtemperaturen zwischen 15 und 25 Grad Celsius gearbeitet. In diesem Bereich weisen verwendete Materialen, beispielsweise der Kleber, die besten Eigenschaften auf. Bei extremen Temperaturen werden diese maßgeblich beeinträchtigt, Fachbetriebe können im Zweifelsfall weiterhelfen.

Die Verwendung eines Klebers mit „allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung“ ist wichtig, um langfristige Schäden am Untergrund zu vermeiden. Diese Eigenschaft wird von Herstellern in der Regel ausgeschrieben. Eine Verklebung ist jedoch nicht in allen Fällen erforderlich, Laufwege können beispielsweise lose verlegt werden. Flächen mit hoher mechanischer Belastung sollten jedoch verklebt werden. Das steigert die Langlebigkeit des Bodens.
Bei der Verlegung von Gummiböden sind Materialien erforderlich, die sich für solcherlei Matten eignen. Das gilt beispielsweise für Kleber oder Lacke und wird von den Herstellern angegeben.


Die eigentliche Verlegung der Gummimatten

Der Dispersions- oder PU-Klebestoff wird entsprechend der Herstellerangaben auf der Einsatzfläche verteilt. Ein Zahnspachtel ist in der Regel das Werkzeug der Wahl für diese Aufgabe. Genaue Angaben zur Ausführung finden sich in den Hinweisen der Hersteller.

Bei der Installation in Nassbereichen oder auf Flächen mit extremer Temperaturschwankung empfiehlt sich ein Zwei-Komponenten-Polyurethan-Kleber.

Nach der Ablüftungszeit werden die Matten auf der Fläche Stoß an Stoß ausgelegt. Die Unterseite der Rollen liegt dabei auf dem Kleber auf. Diese wird in der Regel durch einen Hinweis gekennzeichnet. Eine Walze drückt die verlegten Bahnen auf dem Kleber an. Dies vermeidet Blasenbildung und verbessert somit den Halt des Gummibodens.

Bei der Verlegung der Matten von der Rolle ist die Arbeit mit mehreren Personen hilfreich und empfehlenswert. Häufig müssen beispielsweise die Bahnen von einer Person ausgerichtet, von einer Weiteren ausgerollt werden.

Abschließende Versiegelung für einen langlebigen Sportboden

Eine Beschichtung mit PU-Lack nach der Aushärtung erleichtert die Reinigung und steigert die Lebensdauer des Sportbodens. Die Verwendung einer geeigneten Beschichtung ist dabei essenziell. Darüber hinaus steigern derartige Versiegelungen die Rutschfestigkeit der Matten, was den Sportlern zugutekommt.

Vor der Versiegelung ist eine weitere Reinigung des verlegten gesamten Bodenfläche erforderlich. Feinpartikel bleiben dadurch der Lackierung fern. In der Praxis hat sich ein ein- bis dreifacher Auftrag der Beschichtung als ideal erwiesen.

Wichtige abschließende Hinweise zur Verlegung

  • Die Hilfe eines fachmännischen Betriebes ist an vielen Stellen empfehlenswert. Die einmaligen Kosten kompensieren sich in der Regel durch die Vermeidung kleiner aber teurer Fehler.
  • Bei allen verwendeten Produkten sind die Hinweise der Hersteller essenziell. Sie geben beispielsweise Aufschluss über Aushärtungs- und Trocknungszeiten oder geeignetes Werkzeug für die Arbeit.
  • Während der Aushärtung der Klebstoffe und Beschichtungen darf der Boden nicht betreten werden, um Schäden an der Verlegung zu vermeiden.

Bildnachweis: Thinkstock/BartekSzewczyk

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