Ratgeber

Für welche Sportarten ist Gummiboden geeignet?

Nicht nur das Equipment, auch der Sportboden in einer Trainingsstätte sollte für Gesundheit und Sicherheit stehen. Bei vielen Sportarten werden hohe Belastungen ausgeübt. Der Boden muss robust genug sein, um diese Belastungen auszuhalten und zusätzlich noch den Athleten vor Verletzungen bewahren. Ist der Boden nicht widerstandsfähig genug, machen Abnutzung und Risse die schützenden Eigenschaften des Bodens zunichte.

Gummi ist das gebräuchlichste Bodenmaterial in Sporteinrichtungen und das aus gutem Grund. Er zeichnet sich durch Langlebigkeit und Stoßdämpfung aus und reduziert das Verletzungsrisiko. Da er in unterschiedlichen Stärken erhältlich ist, kann er für die unterschiedlichsten Sportarten verwendet werden. Für welche genau, wird in diesem Artikel näher erläutert.

1) Sportarten, für die Gummiboden eine gute Wahl ist:

Aerobic, Turnen, Pilates & Yoga

Für diese Sportarten wird guter Grip am Boden benötigt, um die Bewegungen einwandfrei durchführen zu können. Hier punktet Gummiboden mit seiner Rutschfestigkeit – auch Richtungswechsel sind ohne Probleme möglich. Das elastische Material schont dabei die Gelenke. Dennoch ist der Boden eher hart und bietet daher eine gute Standsicherheit.

Da hier mit dem eigenen Körpergewicht gearbeitet wird, sind schon geringe Materialstärken ausreichend.

Plyometrics

Plyometrics zählt zu den Sportarten, die viele Sprünge enthalten. Dabei ist die Gelenkschonung noch viel wichtiger, da die Gelenke bei den Übungen sehr große Belastungen erfahren. Gummi absorbiert hier einen Teil der Stöße.

Auch hier ist ein sicherer Halt auf dem Boden von großer Bedeutung, damit man seine volle Kraft während der Übungen entfalten kann – hier wäre Wegrutschen sehr hinderlich.

Ein weiterer Vorteil von Gummiboden ist die Lärmreduzierung. Sprünge auf normalem Boden sind oft in den darunterliegenden oder angrenzenden Räumen hörbar. Sind davon private Haushalte oder Büros getroffen, ist das sehr störend. Hierbei ist die Dicke entscheidend. Je stärker die Gummimatte, desto höher die Geräuschdämmung.

Eissporthallen

Hierbei ist der Zusammenhang nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Die Eisfläche sollte stets mit einer schützenden Fläche umrandet sein, auf denen man sicher mit Schlittschuhen laufen kann. Diese Randfläche sollte dafür ausgelegt sein, frequentierte Belastungen dieser Art auszuhalten. Genau dafür ist der von uns verwendete SBR-Gummi bekannt. Auch geschliffene Kufen an den Schlittschuhen können der kratz- und abriebfesten Oberfläche wenig anhaben.

Sprinten 

Sprintstrecken sind schnell abnutzungsgefährdet. Da bei dieser Übung viele seitliche Kräfte am Boden auftreten, sollte der Boden abriebfest und widerstandsfähig sein. Um sich gut vom Boden abzudrücken, muss viel Halt vorhanden sein. Beim Sprinten werden zum Teil Spikes verwendet, die schnell zu Rissen oder Kratzern im Boden führen. Um das zu verhindern, muss der Boden eine hohe Dichte besitzen und robust sein.

All das kann der Gummiboden aus unserem Shop in höchstem Maße erfüllen: Er bietet Grip, Abriebfestigkeit, Langlebigkeit und eine hohe Eigendichte (900-1100 kg/m³).

Gerätetraining

Trainingsgeräte besitzen ein sehr hohes Gewicht. Nicht jeder Boden kann dem standhalten, ohne unschöne Abdrücke davon zu bekommen. Bei unserem Gummiboden ist das anders. Bei dem Herstellungsprozess wird das Gummigranulat mit dem Bindemittel zusammen so stark verdichtet, dass der daraus entstehende Boden solche hohen Gewichte ohne Probleme aushält.

Hierbei ist auch das verwendete Gummigranulat wichtig. Bei uns wird das Granulat aus LKW-Reifen recycelt. D.h. der verwendete Gummi wurde ursprünglich dafür ausgelegt, Tonnen an Ladung zu tragen und zu transportieren. Das spiegelt sich auch in den Eigenschaften unserer Produkte wider.

Auch bei Geräten, bei denen leichte Vibrationen entstehen, kann Gummi Abhilfe schaffen. Die Vibrationen werden gedämpft und die Geräte verrutschen nicht.

Hanteltraining

Oftmals lässt sich in Fitnessstudios beobachten, wie Hanteln fallengelassen werden. Ist dann keine schützende Schicht auf dem Untergrund, erleidet er schnell Kratzer oder Risse. Da es sich bei fallenden Hanteln um eine punktuelle Belastung handelt, kann es im schlimmsten Fall sogar zu einem Bruch des Bodens führen (z.B. Estrich oder Holz). Um das zu vermeiden, ist ein geeigneter Boden bzw. Bodenaufbau zu verwenden.

Gummiboden ist hierbei von großem Vorteil, weil auch die schwersten Gewichte ihm nichts anhaben können. Hierbei kommt erneut die hohe Eigendichte unserer Gummimatten zugute. Gummi dämpft außerdem Lärm erheblich. Bei schweren Gewichten, die fallen gelassen werden, ist das ein Muss. Anderenfalls fühlen sich Menschen in angrenzenden Räumen gestört.

Für Krafttraining mit Hanteln benötigt es einen sehr sicheren Stand. Unsere Gummiböden werden in die Rutschklasse von mind. R9 eingeordnet und sind elastisch, schonen also die Gelenke der Sportler. Diese beiden Faktoren senken das Verletzungsrisiko.

Um das Bruchrisiko von Estrich oder Holz als Untergrund zu minimieren, empfehlen wir einen mehrschichtigen Aufbau. Für weitere Informationen kontaktieren Sie uns am besten direkt.

Crossfit

Crossfit richtet sich nach dem Ansatz von Crosstraining, d.h. es wird ein möglichst allumfassendes Fitnesstraining durchgeführt. Das bedeutet, dass der Boden multifunktional sein muss. Er muss schwere Gewichte und Sprünge dämpfen können, geeignet zum Sprinten und auch für Eigengewichtsübungen sowie Turnen sein.

Da Gummiboden für all diese Sportarten im Einzelnen eine sehr gute Wahl ist, ist er natürlich auch für die Kombination aus allem die richtige Wahl.

2) Sportarten, für die Gummiboden keine gute Wahl ist:

Auch wenn Gummiböden multifunktional sind, gibt es Sportarten, für die anderer Boden eine bessere Wahl darstellt. Gummi ist rutschfest. Für manche Sportarten ist hohe Reibung unerwünscht. Beim Tanzen beispielsweise werden oftmals Drehungen durchgeführt. Das wäre auf weniger rutschfestem Boden besser durchführbar.

Auch bei Basketball ist eine härtere Bodenwahl die bessere. Auch wenn Gummiboden nicht weich ist, springt der Ball aufgrund der Elastizität des Gummibodens nicht genauso zurück wie bei Hallenboden. Das mag bei fallenden Gewichten wünschenswert sein, beim Basketball ist dies aber eher hinderlich.


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