Hier finden sich viele Fachbegriffe und Eigenbezeichnungen, die eventuell nicht jedem geläufig sind. Die wichtigsten Begriffe sind deshalb in diesem Lexikon zusammengefasst.

Begriff Erläuterung
Eigendichte Mit dem Begriff Eigendichte wird das Verhältnis zwischen Gewicht und Volumen bezeichnet. Je höher die Dichte einer Gummimatte, desto schwerer und somit rutschfester ist sie.
EPDM Diese Abkürzung steht für Ethylen-Propylen-Dien-Monomer. Es handelt sich um einen synthetischen Kautschuk, der sehr beständig gegenüber Alterung, Temperaturschwankungen und UV-Strahlung ist.
Recycling Unter diesem Begriff werden das Wiederaufbereiten und Weiterverarbeiten von Abfällen, beispielsweise von Kunststoffen, zusammengefasst. Recycling-Produkte sind besonders umweltfreundlich, da sie die natürlichen Ressourcen schonen, deshalb werden sie mit einem Umweltzertifikat ausgezeichnet.
SBR Der sogenannte Styrol-Butadien-Rubber gilt als die verbreitetste Form des synthetischen Kautschuks. Besonders bei der Herstellung von Reifen findet er Verwendung, doch auch hochwertige Sportböden können aus SBR gefertigt werden, da er sehr beständig und abriebfest ist.
Gummiboden von der Rolle Die sogenannte Meterware bzw. Bahnenware ist perfekt geeignet für größere Flächen. Sie lässt sich einfach zurechtschneiden und kann deshalb ganz individuell auf die Gegebenheiten angepasst werden. Auch das Verlegen ist unkompliziert. Gummiboden von der Rolle lässt sich entweder lose verlegen, mit doppelseitigem Klebeband fixieren (nur bei niedrigen Stärken) oder großflächig mit dem Untergrund verkleben.
Gummigranulat Dieser Begriff umfasst alle Produkte aus zerkleinertem Gummi. Die verschiedenen Granulate werden nach Korngröße unterschieden, wobei kleinere Körner kostenintensiver sind als größere.
Punktelastisch Dieser Begriff beschreibt eine Eigenschaft von Sportböden, die ihre Druckverteilung betrifft. Im Gegensatz zu flächenelastischen Böden federn punktelastische Untergründe effektiv Stöße ab. Das bedeutet, dass bei Sprüngen oder Stürzen eine optimale Verteilung der Energie erfolgt.
Wasserdurchlässigkeit Bei Bodenplatten, die wasserdurchlässig sind, wird die Feuchtigkeit durch das offenporige Granulat geleitet und unter dem Boden abgeführt. Bisher gibt es für die Wasserdurchlässigkeit keine Norm, sie richtet sich allerdings nach der Dichte des Granulates.
Zugfestigkeit Die Zugfestigkeit, auch Zerreißfestigkeit genannt, wird in der Energie-Einheit Newton oder in Megapascal gemessen. Sie bezieht sich auf die Fähigkeit eines Materials, einer bestimmten Zugkraft zu widerstehen. Um die Zugfestigkeit verschiedener Materialien zu vergleichen gibt es normierte Verfahren zu ihrer Messung.
Verklebung Die Verklebung von Bodenplatten ist optional und sorgt für größere Haftung sowie Rutschfestigkeit. Es gibt zwei Arten der Verklebung.
Bei der sogenannten Seitenverklebung werden die einzelnen Platten an ihren Seiten aneinandergeklebt. Diese Art eignet sich für Untergründe, auf denen keine vollflächige Verklebung möglich ist. Eine Fugenbildung, wie sie bei lose verlegten Platten vorkommen kann, wird damit verhindert.
Bei der vollflächigen Verklebung wird der Boden komplett mit dem Untergrund verklebt. Dies ist nur auf gebundenen Untergründen wie Beton möglich und sorgt für maximale Rutschfestigkeit.
TÜV-Zertifizierung Der Technische Überwachungsverein (TÜV) ist eine technische Prüforganisation. Sie führt Sicherheitskontrollen durch und erteilt Zertifikate. Auch Fallschutzprüfungen nach der DIN/EN 1177 werden vom TÜV durchgeführt und die Matten bei Bestehen der Prüfung mit einem Zertifikat ausgezeichnet.
Hygiene-Zertifizierung Ein Hygienezertifikat erhalten Firmen und einzelne Produkte von unabhängigen Hygiene-Prüfstellen, die von den technischen Geräten über die Räumlichkeiten bis hin zu Fertigungsvorgängen alle Bereiche auf die Einhaltung von Hygienevorschriften überprüfen.
PVC Dies ist die Abkürzung für Polyvinylchlorid. Es handelt sich dabei um ein thermoplastisches Polymer. PVC wird unterteilt in Hart- und Weich-PVC, wobei das Weich-PVC unter anderem für die Herstellung von Bodenbelägen verwendet wird. Es gilt als besonders beständig und wasseranweisend.
Polyurethangebunden Polyurethangebundene Materialien enthalten Klebstoffe aus Polyurethan, kurz PUR oder PU. Sie sind flexibel und trotzdem sehr reiß- sowie abriebfest.
PU Polyurethane, die mit PUR oder auch PU abgekürzt werden, sind Kunststoffe beziehungsweise Kunstharze. Sie finden Verwendung unter anderem als Klebstoff mit einer besonders hohen Endfestigkeit. Ein weiteres Anwendungsgebiet sind Beschichtungen, die dem behandelten Material mehr Abriebfestigkeit verleihen.
NR Die Abkürzung NR steht für Natural Rubber und bezeichnet Naturkautschuk. Mittels Vulkanisierung wird daraus Gummi hergestellt. Es ist besonders dehnfähig trotz seiner hohen Festigkeit.
HIC Diese Abkürzung bezeichnet das Head Injury Criteria, das sich als Kopfverletzungskriterium oder Kopfbelastungswert ins Deutsche übersetzen lässt. Es handelt sich dabei um einen Faktor zur Bewertung von beschleunigungsbedingten Kopfverletzungen. Neben Autounfällen zählen auch Stürze zu dieser Art der Kopfverletzungen und das HIC wird dabei durch das Verhältnis zwischen Absturzhöhe und Fallschutzbelag berechnet.
Gummifasern Unter Gummifasern versteht man Fasern aus Polymeren, die in vielen Bereichen Verwendung finden. Sie werden aus vulkanisiertem Kautschuk hergestellt und zählen zu den natürlichen Polymeren. Mit Gummifasern lassen sich besonders wasserresistente und reißfeste Textilien herstellen.
Fallschutzverordnung Bei Orten, an denen Sturzgefahr besteht, muss Fallschutz durch einen elastischen Untergrund gewährleistet sein. Dabei kommt es auf die Fallhöhe und die stoßdämpfenden Eigenschaften des Materials an.
Spielplatznorm Darunter fallen vordergründig die EN-Normen 1176-1 bis 7, die europaweit Geltung haben. Sie regeln alle sicherheitstechnischen Anforderungen an Spielgeräte und deren Wartung. Eine weitere Norm mit der Bezeichnung EN 1177 regelt die Werte des stoßdämpfenden Bodenbelages.
EVA Ethylen-Vinylacetat-Copolymere ist ein Schaumstoff, der durch seine geschlossene Zellstruktur besonders warm und trocken hält. Seine hervorragenden Isolierfähigkeiten verbinden sich mit einer großen Reiß- sowie Rutschfestigkeit.
DIN/EN 1177 Nach dieser europaweit geltenden Norm werden stoßdämpfende Bodenbeläge geprüft, die Sicherheit gewährleisten sollen. Böden dieser Norm minimieren das Verletzungsrisiko und bieten optimalen Fallschutz.
Schlagfestigkeit Dieser Wert bezieht sich auf die Fähigkeit verschiedener Stoffe, Stoß- und Schlagenergie abzufedern, ohne dabei Schaden zu nehmen. Berechnet wird die auch als Schlagzähigkeit bekannte Materialeigenschaft in der Energie-Einheit Newtonmeter. Bei Sportböden sollte ein Mindestwert von 8 Nm erreicht werden, um eine ausreichende Schlagfestigkeit zu gewährleisten. Je höher der Wert, desto besser die dämpfenden Eigenschaften.
Rutschfestigkeit Oberflächen, die trittsicher sind, wirken unfallverhütend. Die Rutschfestigkeit ist hierbei eine wichtige Größe. Es existieren verschiedene Klassen an Rutschfestigkeit: R9 stellt einen geringen Haftreibwert dar und ist für den privaten Gebrauch ausreichend. R10 ist ein normaler, R11 ein erhöhter, R12 ein großer und R13 ein sehr großer Haftreibwert.
PU-Beschichtung Die PU-Beschichtung bezeichnet die Beschichtung mit Polyurethan. Es wird zwischen der Faser- und der Flächenbeschichtung unterschieden. Mehrmaliges Beschichten sorgt für eine wasserdichte Oberfläche. PU-beschichtete Materialien bleiben auch bei Kälte elastisch. Sie sind reiß- sowie abriebfest.